Buchungs-Hotline

0043 3612 26 300

  • Camping Terme Catez

    Camping Terme Catez

    Herbst- und Winterurlaub!

    zum Angebot
  • Hundetrainingswoche 2017

    Das war die Hundetrainingswoche 2017

    am Camping Slatina

    zum Angebot
  • Neue Unterkünfte 2017

    Buchen Sie jetzt

    die neuesten Mobilheime & Wohnwagen

    zum Angebot
  • Strandcamping Podersdorf am See

    Strandcamping Podersdorf

    Urlaub im Campingfass

    zum Angebot

Online Booking

Urlaubsdestinationen:

Ankunft:

Tage:

Promo Code (optional)

Reiseberichte

Frühling in Istrien

Urlaub am Campingplatz Orsera | Mobilheim Gebetsroither

Familie Sima | Mai 2014

Wir schlendern durch den Hafen von Rovinj und genießen es, die Meeresluft zu atmen. Die Sonne wärmt schon etwas. Die Stadt ist zart belebt aber jetzt Anfang Mai frei von Hektik. Die Jahrhundertlange Zugehörigkeit zu Venedig schlägt sich in der Architektur nieder. Die engen gepflasterten alten Gassen in Städten des Südens üben auf uns immer eine besondere Anziehung aus - verbinden wir doch meistens damit Urlaub, Sonne und Meer. Die Entscheidung war gut, auch nur für 5 Tage hierher ans Meer gekommen zu sein.

Reisebericht Istrien

Eine Woche davor haben wir überlegt, ein paar Tage wegzufahren. Aus Bequemlichkeit das Wohnmobil erst auswintern zu müssen und 6 Stunden in eine Richtung für nur so wenige Tage fahren zu müssen wären wir fast daheimgeblieben. Das Packen und der nicht so rosige Wetterbericht waren weiters keine Antreiber.

Aber die Vorstellung nach dem Winter ein paar Tage Meeresluft zu atmen und etwas mediterranes Flair zu spüren, macht die Entscheidung dann klar, wir fahren!

Und das mit möglichst wenig Aufwand und zeitsparend. Deshalb entscheiden wir uns, das Wohnmobil daheim zu lassen und ein Mobilheim zu mieten. Dort ist in der Vorsaison so und so alles sehr günstig. Um nicht einen Tag durch Anreise zu verlieren und die Autofahrt unserer Tochter leichter zu machen, fahren wir abends um 18 Uhr los, um gegen Mitternacht am Meer zu sein. Diesmal ist es Vrsar, Camping Orsera, ein Campingplatz kaum 5 Gehminuten vom Hafen des noch recht ursprünglich gebliebenen Fischer-Städtchens entfernt. Wir haben die Nummer des Mobilheimes und den Schlüssel würde man uns für die nächtliche Ankunft ins Schloss stecken.

Am Morgen frühstücken wir ausgeschlafen bereits in der Sonne auf der Terrasse des Mobilheimes und blicken auf das Meer. Wir schauen uns lächelnd und kopfschüttelnd an und fragen uns, warum wir überhaupt zweifeln konnten hierher ans Meer zu fahren. Jetzt wissen wir wieder, wie gut die Meeresluft tut und wie sehr Veränderung den Geist wach und bei Laune hält.

Ich war schon lange nicht mehr in Istrien sondern bin die letzten Jahre immer weiter nach Dalmatien gefahren – nach dem Motto „je Aufwändiger und weiter desto wärmer, schöner und ruhiger muss es dann dort sein“. Meine Theorie hat sich bisher nicht bestätigt, bis auf die Tatsache, dass die Temperaturen in der Regel nach Süden hin zunehmen. Als Kind war ich immer mit meinen Eltern hier in Istrien, hab riesige Campingplätze in Erinnerung, die es tatsächlich heute noch zuhauf hier gibt. Orsera ist klein, überschaubar und die besondere Stärke des Platzes ist die Nähe zum Ort. Wir gehen gleich mal hinter dem Platz eine Gasse runter und landen direkt am netten Hafen. Ein paar Minuten länger ist der Weg am Meer entlang. Wir sind verwundert, wie ursprünglich und klein das Fischerstädtchen geblieben ist. Aber jetzt um diese Jahreszeit, wenn erst die Vorboten des Sommers zart zu erahnen sind, ist es ja unverhältnismäßig ruhiger und beschaulicher als im Juli und August, wenn hier die Badesaison voll im Gange ist. In der Marina werden bereits die Boote vorbereitet, die Cafes und Restaurants haben alle offen sind aber noch dürftig besucht. Gerade diese Ruhe suchen und genießen wir.

Reisebericht Istrien

Wir haben mit: Rollerskates, Laufsachen, Kletterzeugs und Angel. Letzteres nicht weil wir ernsthaft daran glauben, ein Abendessen aus dem Wasser zu holen sondern weil es auch bei Schlechtwetter eine erlebnisreiche Abwechslung für unsere Tochter sein kann.

Am Limski Fjord und auf einer Halbinsel vor Rovinj gibt es angeblich direkt am Meer Klettermöglichkeiten, die wir morgen in Angriff nehmen wollen.

Heute Abend kommen uns noch Freunde besuchen und wir kochen im Mobilheim. Mit Pullover können wir draußen auf der Terrasse Abend essen und lassen den Tag mit einer Flasche Wein und rotem Sonnenuntergang ausklingen.

In der Früh gehe ich laufen und nehme am Rückweg von der Bäckerei gleich frisches Weißbrot mit. Nach dem Frühstück machen wir uns gleich nach Rovinj auf, das ja nur auf der anderen Seite des Limski Kanals liegt. Auf der Straße müssen wir den Kanal umfahren und das sind dann doch 30 Kilometer. Beim Begutachten der Landschaft verpassen wir die Abzweigung und kommen recht spät drauf, dass wir weit nach Süden gefahren sind. Wir sehen es positiv und fahren gleich weiter nach Pula und schauen uns dort Kolosseum, Hafen und den Markt an. Das wollten wir die nächsten Tage so und so tun.

Als wir dann später in Rovinj sind, überrascht uns der Regen und wir vertreiben uns die Zeit indem wir in das nächstbeste Lokal gehen, wo wir herrlich zu Mittag essen.

Recht bald scheint wieder die Sonne und nach einem Spaziergang durch diese traumhafte alte Stadt finden wir in einem großen Park am Ende der Stadt auf einer Halbinsel den im Kletterführer beschrieben Klettergarten direkt am Meer. Es ist bereits späterer Nachmittag und die tief stehende Sonne beleuchtet die Felsen und wärmt uns. Zum Klettern eine herrliche Kulisse. 2 oder 3 Routen gehen sich noch aus und wir sind überwältigt vom tollen Ausblick von der Wand auf Meer. Deshalb wollen wir morgen in der Früh gleich wieder kommen.

Der nächste Tag bringt wechselhaftes Wetter, dazwischen bleiben aber genug Sonnenstunden zum Klettern. Abends wollen in Vrsar bleiben und irgendwo im Hafen nett Fisch essen gehen. Wir genießen es, vom Klettern ausgepowert und frisch geduscht die paar Minuten vom Campingplatz runter zu spazieren und nach Lust und Laune irgendein Lokal auszusuchen und uns verwöhnen zu lassen.

Wir beginnen immer mehr den Campingplatz und das Mobilheim – unser Zuhause für diese Tage - zu genießen. Der Campingplatz ist so schön ruhig, gerade mal die erste Reihe am Meer ist belegt und vereinzelt ein paar andere Stellplätze. Auf der betonierten Badeterrasse, wo sich kein Mensch befindet lernt unsere 5-jährige Tochter Rollerskaten – rundherum Meer, wie auf einer Bühne.

Es ist so nett hier, dass wir auch mal hier am Platz essen gehen wollen – stellt sich als gute Entscheidung heraus. Eigentlich war das Essen überall gut, ich frage mich, ob das an der Vorsaison liegt, wenn sich die Wirte noch mehr bemühen oder mehr Zeit haben oder ob die Gegend generell gute Qualität bietet. Nicht immer war ich vom Essen in Kroatien so beeindruckt.

Der letzte Tag beschert uns durchgehend Sonnenschein. Tief zufrieden, hierher gekommen zu sein, machen wir uns abends auf den Heimweg.

Reisebericht Istrien

Autor: Anton Sima | Datum: Mai 2014